Beim Hausbau stehen natürlich auch Installationsarbeiten auf dem Programm des Bauherrn. Grundsätzlich gehört die Sanitärinstallation in die Hände eines Fachmannes. Wie die Ausstattung der Räumlichkeiten aussehen soll, ist Geschmackssache. Vielen Bauherren genügt es, wenn die Funktonalität sichergestellt und die Optik ansprechend ist. Mit etwas ausgefalleneren Sanitäreinrichtungen kann man beim Hausbau aber durchaus auch eine eigene Wellness-Oase schaffen. Mit diesen unterschiedlichen Vorstellungen geht natürlich einher, dass die Anforderungen bzw. Erwartungen an die Sanitärinstallation stark voneinander abweichen können. Flexibilität ist also gefordert.
An erster Stelle steht die Raumplanung. Ein funktionell ausgerichtetes Badezimmer wird beim Hausbau deutlich weniger Quadratmeter in Anspruch nehmen als das Traum-Bad mit einer exklusiven Ausstattung. Das macht aber auch schon deutlich, dass auch die Kosten für die passende Sanitärinstallation gründlich durchdacht werden sollten. Preisunterschiede von mehreren Tausend Euro bei Sanitäreinrichtungen sind keine Seltenheit.
Wie können die Kosten gesenkt werden?
In erster Linie verantwortlich für die teilweise recht hohen Preisunterschiede bei Sanitäreinrichtungen, sind natürlich die Qualitätsmerkmale und die Exklusivität. Hier ist der Bauherr gut beraten, wenn er sich über Sonderangebote von Markenartikeln informiert. Markenartikel sind deshalb vorzuziehen, weil Garantie und Gewährleistung hier häufig besser geregelt und Ansprüche leichter durchzusetzen sind. Besonders bei Modellwechseln im Bereich der Sanitäreinrichtungen können hier hohe Einsparungen erzielt werden. Wenn die Sanitärinstallation von einem Fachbetrieb ausgeführt wird, sollte der Bauherr darauf bestehen, dass die Kosten für die Einrichtungsgegenstände separat ausgewiesen werden. So hat er die Möglichkeit zu prüfen, ob er die, von ihm gewünschten Sanitäreinrichtungen preiswerter beschaffen kann als der Installationsbetrieb. Vernünftigerweise sollte das aber wirklich nur für die Einrichtungsgegenstände gelten. Verbrauchsmaterialien wie Befestigungen und ähnliche Kleinteile hat der Installationsbetrieb vorrätig und Fehlkäufe in diesem Bereich kosten unnötiges Geld.
Vergibt der Bauherr dann den Auftrag für die Sanitärinstallation unter der Voraussetzung, dass er die Sanitäreinrichtungen selbst beschafft, sollte er mit dem Handwerker einen Festpreis für den Arbeitslohn vereinbaren, um vor bösen Überraschungen bei der Endabrechnung geschützt zu sein.
Vor der Einrichtung eines Badezimmers steht jedoch immer die Sanitärinstallation der notwendigen Zu- und Ableitungen bevor. Hier sollte beim Hausbau darauf geachtet werden, dass die Endabnahme vor dem Verputzen stattfindet. Nur so können Aufmaß, Angebot und Leistung korrekt abgeglichen und abgerechnet werden. Reklamationen sind, wenn der Putz bereits auf der Wand ist, schwer durchzusetzen.
Eigenleistung bei der Sanitärinstallation
Das Verlegen von Rohren für die Wasserzufuhr und für das Abwasser sollte von einem Fachbetrieb durchgeführt werden. Wer es sich zutraut, kann aber durchaus fertige Sanitäreinrichtungen selbst einbauen und anschließen, um Kosten zu sparen.
(Bild – © Rainer Sturm / PIXELIO)